Leistungen

Die Behandlungsfelder der Logopädie befassen sich mit der Prävention, Befunderhebung und Therapie von Menschen jeden Alters mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen. Neben der eigentlichen Behandlung liegt uns die Beratung sowie die Angehörigenarbeit der Patienten sehr am Herzen, denn sie trägt maßgeblich zum Genesungsprozess bei.

Behandlungsfelder

Kinder und Jugendliche
Sprachentwicklungsstörungen (SES)
Kindliche Stimmstörungen
Stottern/ kindliche Redeflussstörungen
Poltern/ kindliche Redeflussstörungen
Falsches Schluckmuster
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)
Sprachentwicklungsstörungen (SES)

Sprachentwicklungsstörungen (SES) betreffen die Aussprache, das Sprachverständnis, den Wortschatz und die Grammatik. Bei einer SES können oft mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sein. Hier zeigen sich Auffälligkeiten, wenn ein Kind verschiedene Laute nicht korrekt bilden oder verwenden kann, gesprochene Sprache nicht richtig versteht, zu wenig oder unsicheren Wortschatz aufweist oder innerhalb der Satzbildung Probleme hat.

Auch wenn Ihr Kind mit 2 Jahren noch keine 50 Wörter spricht (=Late-Talker) oder noch kein Interesse an Sprache zeigt, sollte über eine logopädische Therapie nachgedacht werden.

Kindliche Stimmstörungen

Stimmstörungen bei Kindern machen sich durch länger anhaltende Heiserkeit (ohne akuten Infekt) bemerkbar. Die Stimme kann manchmal ganz wegbleiben. Sie kann rau und gepresst oder kraftlos und behaucht klingen und eventuell schwer verständlich sein. Dafür können anatomische Gegebenheiten sowie zu viel Belastung oder eine fehlerhafte Stimmgebung verantwortlich sein.

Stottern/ kindliche Redeflussstörungen

Stottern beginnt meist im Alter zwischen 2 und 5 Jahren. Stotternde Kinder verlieren die Kontrolle über ihr Sprechen, was sich in Form von unfreiwilligen Wiederholungen, Dehnnungen von Lauten und Blockaden zeigt. Außerdem kann sich ein starkes Störungsbewusstsein sowie Vermeideverhalten beim Kind entwickeln.

Poltern/ kindliche Redeflussstörungen

Poltern ist ähnlich wie das Stottern eine Einschränkung im Bereich des Redeflusses. Poltern im Kindesalter zeigt sich wie auch bei Erwachsenen durch schnelles und schwankendes Sprechtempo. Es treten dabei Auslassungen, Verschmelzungen und Veränderungen von Lauten, Silben, Wörtern und Phrasen auf.

Falsches Schluckmuster

Ein falsches Schluckmuster kann zu Kiefer- und Zahnfehlstellungen führen und auch die Aussprache der Zischlaute wie /s/ und /sch/ negativ beeinflussen. Außerdem können sich dadurch falsche Kau-, Beiß- und Schluckbewegungen entwickeln. Meist sieht man beim Schlucken oder Sprechen vermehrt die Zunge. Verantwortlich ist in den meisten Fällen eine Störung der Muskulatur im Mund- und Gesichtsbereich. Durch das Training der korrekten Zungenruhelage, Muskelübungen für Zungen-, Lippen- und Wangenmuskeln sowie Schlucktraining kann das Muskelgleichgewicht wieder hergestellt werden.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) sind Störungen der Weiterverarbeitung gehörter Informationen. Die Störungen betreffen den Hörnerv. Dieser leitet die Informationen nicht richtig an das Großhirn weiter, sodass sie nicht richtig verarbeitet werden können. Diese Weiterverarbeitung wird in auditive Teilfunktionen unterteilt, die unterschiedlich betroffen sein können. Zu den auditiven Teilfunktionen gehören: Lokalisation (Richtung und Entfernung der Schallquelle), Diskrimination (Unterscheiden), Selektion (Herausfiltern) und Dichotisches Hören (beidohriges Hören).

Erwachsene
Stimmstörungen (Dysphonie)
Schluckstörungen (Dysphagie)
Aphasie (Sprachstörung z.B. nach Schlaganfall)
Neurologisch bedingte Sprechstörungen (Dysarthrie)
Neurologisch bedingte Sprechstörungen (Sprechapraxie)
Laryngektomie (Zustand nach Entfernung des Kehlkopfes)
Stimmstörungen (Dysphonie)

Mit dem Begriff Stimmstörung werden Einschränkungen der Stimmbildung beschrieben, die zu Veränderungen des Stimmklanges und/oder zu einer verminderten Belastbarkeit der Stimme führen. Eng im Zusammenhang mit stimmlichen Problemen stehen die Atmung, die Haltung, die Artikulation und die Intention. Alle diese Teilbereiche werden in der logopädischen Therapie behandelt, um die Stimme zu verbessern. Stimmstörungen können anatomische und organische Ursachen haben (z.B. Stimmbandlähmung), funktionell bedingt sein (unpassende Stimmgebung) oder psychogen verursacht werden.

Schluckstörungen (Dysphagie)

Eine Dysphagie kann häufig als Folge einer neurologischen Erkrankung, wie dem Schlaganfall oder Schädelhirntrauma, auftreten. Die Beschwerden können sich beim Essen, Trinken oder beim Schlucken von Speichel zeigen. Häufig kommt es zum Verschlucken und Husten während oder direkt nach dem Essen oder sogar zu Erstickungsanfällen. In der logopädischen Therapie wird die orofaciale Muskulatur gestärkt. Gegebenenfalls werden kompensatorische Schlucktechniken erarbeitet sowie eine Ernährungsberatung durchgeführt. Hier wird Wert auf eine ausführliche und engmaschige Angehörigenberatung gelegt sowie logopädische Hilfsmittel zur erleichterten Nahrungsaufnahme verwendet.

Aphasie (Sprachstörung z.B. nach Schlaganfall)

Eine Aphasie ist eine erworbene zentrale Sprachstörung, die durch Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird. Alle Bereiche der Sprache können in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt sein. Die Aussprache, der Wortschatz, die Bedeutung, der Satzbau und das Lesen und Verstehen von Sprache können beeinträchtigt sein. In der Logopädie wird je nach Befund an der Sprachproduktion, dem Sprachverstehen sowie dem Lesen und Schreiben gearbeitet.

Neurologisch bedingte Sprechstörungen (Dysarthrie)

Unter einer Dysarthrie versteht man eine erworbene neurogene Sprechstörung, die durch eine Schädigung des zentralen oder des peripheren Nervensystems verursacht wurde. Dabei sind die Steuerung und die Ausführung von Sprechbewegungen betroffen. In der logopädischen Behandlung wird je nach Befund an der Sprechmotorik und der Wahrnehmung gearbeitet sowie kompensatorische Techniken erlernt, sodass die Verständlichkeit verbessert wird.

Neurologisch bedingte Sprechstörungen (Sprechapraxie)

Die Sprechapraxie ist eine Störung der Planung von Sprechbewegungen. Sie zeigt sich im Bereich von Artikulation, Sprechmelodie und -rhythmus und Sprechverhalten. In der logopädischen Behandlung wird je nach Befund an der Sprechmotorik und der Wahrnehmung gearbeitet sowie kompensatorische Techniken erlernt, sodass die Verständlichkeit verbessert wird.

Laryngektomie (Zustand nach Entfernung des Kehlkopfes)

Der Patient ohne Kehlkopf hat dauerhaft eine Trachealkanüle zur Sicherstellung der Atmung. Aufgrund der Laryngektomie besitzt er keine Stimmbänder mehr und kann deshalb keine Stimme mehr produzieren. In der logopädischen Therapie werden verschiedene Ersatzstimmen erprobt und gefestigt.

Allgemeine Informationen vor Beginn einer logopädischen Behandlung

Wenn Sie oder ihr Kind unter einem oder mehreren der oben genannten Symptome leiden, stellt Ihnen der Arzt eine Verordnung zur logopädischen Behandlung aus. Eine logopädische Therapie wird von folgenden Fachärzten verordnet: Kinderärzte, HNO-Ärzte, Hausärzte, Neurologen, Zahnärzte, Kieferorthopäden oder behandelnde Kliniken.

Mit dieser Verordnung können Sie dann zu uns in die Praxis kommen. Vereinbaren Sie dafür telefonisch unter
09545 – 44 11 682 oder per Mail unter info@die-sprachbar.de einen Termin.

Therapiekosten

Die Kosten für die Behandlungen trägt – nach Verordnung von einem Arzt – die gesetzliche Krankenkasse (bis auf die für Erwachsene anfallende gesetzliche Zuzahlung von 10%).
Zu den Abrechnungsmodalitäten bei Privatpatienten informiere ich Sie gerne persönlich.

Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, anzurufen oder uns eine unverbindliche Nachricht zukommen zu lassen.

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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